
Über den Makler
- Sprachkenntnisse
- Deutsch, Englisch, Französisch (eingeschränkt)
Im Interview mit Thomas Braun
Die Immobilie hat für den Menschen existenzielle Bedeutung. Sie bietet Schutz und Sicherheit für Bewohner wie, im Vermietungsfall, auch für deren Eigentümer zur Sicherung des Lebensunterhalts. Gebäude dienen den Menschen im Idealfall über Generationen hinweg und können dennoch verändert werden, ohne ihren Ursprung zu verleugnen. Für mich war das schon immer ein Ausdruck wahrhaftiger Nachhaltigkeit. Die originäre Aufgabe des Maklers ist stets das Zusammenführen meist unterschiedlicher Interessen und Erwartungen zu einem Konsens um zum letztlich auf beiden Seiten gewünschten Ergebnis - der angedachten Transaktion - zu gelangen.
Meine diesbezüglichen persönlichen Ziele sind weitgehend erreicht. Mir war wichtig, über Aus- und Weiterbildungen ein festes Fundament an Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten zu erlangen, um diesen Beruf im Sinne einer Berufung bestmöglich ausführen zu können. Alles andere kommt dann von ganz alleine, der berufliche Erfolg ist dabei nicht ausgeblieben.
Fundiertes Fachwissen und erhöhte kommunikative Fähigkeiten, in Kombination mit einer gesunden ethischen Einstellung und garniert mit der Liebe zum Mitmenschen.
Seien Sie bei der Maklersuche so sorgfältig wie - hoffentlich - bei der Auswahl eines Handwerkers, Arztes oder Fachmanns in finanziellen Angelegenheiten. Vertrauen Sie nur den Meistern ihres Fachs! Leider ist der Maklerberuf bis heute nahezu unbegrenzt für jedermann möglich und weitgehend befreit von qualitativen Anforderungen. Im Ergebnis findet sich eine Vielzahl wenig geeigneter Marktteilnehmer, viele davon getrieben von der Hoffnung auf das schnelle Geld. Doch auch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Lassen Sie sich daher belegen, wer ggf. Ihre Interessen vertreten soll. Wenn es schließlich in die finale Transaktion geht und Sie selbst nicht hinreichend rechtssicher sind, leisten Sie sich unbedingt einen Anwalt zur Kaufvertragsabstimmung. Die Kosten sind meist vernachlässigbar im Verhältnis zum Risiko eines unzureichend ausgeführten Vertrags mit nachteiligen oder versäumten Regelungen.
Ein Auftraggeber hat mir in jungen Jahren mal auf den Weg gegeben: "Ein Geschäft kann immer nur dann funktionieren, wenn es beiden Seiten gut tut - oder für beide vergleichbar ungut ausfällt."
Es ist immer wieder aufs Neue schön, wenn ein ausdrückliches und ehrliches Dankeschön erfolgt. Mit am Schönsten war, einer Familie aus den Zwängen eines lediglich auf die eigenen Interessen bezogenen Testamentsverwalters zu befreien. Wir telefonieren meist einmal jährlich und es wird stets aufs Neue bekräftigt, welcher Friede infolge des Verkaufs eingetreten ist nach all den unsäglichen Jahren mit diesem Verwalter. Auch schön ist eine über die Jahre gelegentlich wiederholt tönende Aussage eines Kunden, er habe dauerhaft ein virtuelles Kerzchen für mich im Fenster stehen als Dank dafür, daß ich ihm mit dem Erwerb seiner Gewerbeimmobilie die Alterssicherung ermöglicht hätte. Bis heute ist es mir nicht erlaubt, beim gemeinsamen Essen selbst zu bezahlen.
Die Normalität kehrt so langsam wieder zurück. Geld bekommt wieder einen Preis und damit das Risiko einen angemessenen Zins. Verkaufen wird wieder zur aufwendigen Aufgabe, abseits von rein logistischen Verteilungsmaßnahmen. Die Preise werden vermutlich noch ein gehöriges Maß nachgeben müssen und, nicht zuletzt durch den Druck von Banken, stehen Verwertungen notleidender Darlehen demnächst wieder auf dem Plan. All dies befeuert von weiter steigenden Zinsen und gesetzlich verordneten Sanierungsverpflichtungen.
Die Großstädte und bedeutende Mittelzentren werden weitgehend stabil bleiben, während die Preise in den B- und C-Lagen wieder stark nachgeben dürften.
Beim beauftragten Verkauf einer Gewerbeimmobilie hatte der Testamentsverwalter so ziemlich alles dafür getan, um sein ertragreiches Mandat über die Jahre hinweg zu verlängern und jegliche Verkaufsbemühungen zu behindern (siehe vorstehend). Mit einer Vermarktungsdauer von insgesamt rd. 9 Monaten war es uns gelungen, mit dem schon für rd. 6 Monate bereitstehenden Investor den Verkauf abzuschließen. Letztlich waren es unzählige und zuweilen endlos erscheinende Telefonate sowie, im Rückblick, eine unfassbare Zähigkeit um entgegen aller Widrigkeiten dennoch dranzubleiben und so einen Verkauf final doch noch zu ermöglichen.
Über die Zugehörigkeit in verschiedenen Berufsverbänden besteht die Möglichkeit und auch Verpflichtung zur regelmäßigen Fortbildung. Die RICS - Royal Institution of Chartered Surveyors - als weltweit bedeutendster Berufsverband stellt nicht nur bei der Aufnahme besonders hohe qualitative Hürden auf, es sind auch jährliche Belege zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen zu belegen als Voraussetzung zur Aufrechterhaltung der Mitgliedschaft. Bei Verstoß gegen die Statuten, die u. a. auch ethisches Handeln verbindlich einfordern, droht der Ausschluss. Darüber habe ich mich zum Mediator und Business Coach ausbilden lassen, wo mindestens eine Fortbildung pro Jahr ansteht.
Substanz, kommunikative Fähigkeiten und Fleiß.
Wenn man im Urlaub, und sei er noch so schön, sich wieder freut nach Hause zu kommen - dann ist es ein gutes Zuhause. Dort, wo die Familie und Freunde gerne sind, wo man sich sicher und geborgen fühlen darf.
In Frankfurt in Waldrandnähe, am Besten Kombination Wohnen und Arbeiten. Genau genommen weitgehend so, wie ich es heute vorfinde.
Es ist der bis heute nahezu unbegrenzte Zugang zur Berufsausübung als Immobilienmakler. Mit dem Verkauf einer Immobilie geht es nahezu immer um existenzielle Themen und es erfordert umfassende Kenntnisse zu technischen, wirtschaftlichen wie juristischen Fragestellungen, um eine qualitative Beratung im eigentlichen Sinne überhaupt erst zu ermöglichen. Fehlerhafte Aussagen können dramatische Folgen haben, weshalb gerade hier gilt: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Dass in diesem Berufsfeld immer noch keine Zugangsbeschränkungen gelten sollen, ist mir bis heute nicht verständlich. Was mir in meiner täglichen Arbeit stattdessen an "Kollegen" zuweilen begegnet, ist höchst besorgniserregend. Der IVD, in Deutschland wohl der größte und bedeutendste Verband aus Immobilienmaklern und -verwaltern, fordert eine verbindliche Berufsqualifikation schon seit Jahrzehnten. Leider bleibt dies in der Politik bislang ungehört.
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